Film "Was uns bleibt" heute Abend im Rathaus zu sehen

Vor 80 Jahren endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Für die Verfolgten des NS-Regimes bedeutete der Sieg der Alliierten das Ende von jahrzehntelangem Leid und Verfolgung. Rund 800 jüdische Frauen, die sich auf einem Todesmarsch von Lippstadt in das Konzentrationslager Bergen-Belsen befanden, erlebten ihre Befreiung in Kaunitz. Daran erinnert der Film „Was uns bleibt – SchülerInnen der Anne-Frank-Gesamtschule auf den Spuren jüdischer ZwangsarbeiterInnen“, der am Mittwoch, 2. April,um 18 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses gezeigt wird. 

Für die Dokumentation begleitete Filmemacherin Barbara Lipinska-Leidinger einige der in Kaunitz befreiten Frauen mit der Kamera bei ihrer Rückkehr an diesen und weitere Orte im Jahr 1993. Dokumentiert sind zudem die Erinnerungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus Kaunitz an die erste Zeit nach Kriegsende, die Einquartierung der befreiten Frauen auf den umliegenden Höfen und das zum Teil schwierige Zusammenleben. Ebenso geht es um die durchaus kontroversen Debatten in den 1990er Jahren zur Errichtung einer Gedenktafel zu Ehren der Frauen. 

Zu dem Filmabend laden die Stadt Verl und der Heimatverein Verl alle Interessierten ein. Der Eintritt ist frei.

Weitere Veranstaltungen zum Thema:
Am Mittwoch, 7. Mai, ist Andrea von Treuenfeld zu Gast und liest aus ihrem Buch „Jüdisch jetzt“. Wie stellt sich jüdisches Leben im heutigen Deutschland dar? Wie fühlen sich Jüdinnen und Juden in diesem Land? Dazu befragte die Autorin 26 Jüdinnen und Juden aus unterschiedlichen Lebens- und Arbeitswelten. Beginn ist um 19.30 Uhr im Haus Verl Nr. 8, der Eintritt ist frei.

Am Freitag, 9. Mai (nachmittags), wird eine Führung in der Dokumentationsstätte Stalag 326 angeboten. Zwischen 1941 und 1945 durchlief jeder dritte sowjetische Kriegsgefangene dieses Lager, von dem aus Arbeitseinsätze bis ins Ruhrgebiet organisiert wurden. Historische Räume und Dokumente zeigen den unmenschlichen Umgang mit den Gefangenen. Die Fahrt erfolgt in Fahrgemeinschaften ab Heimathaus. Eine Anmeldung ist unter matthias.holzmeier@heimatverein-verl.de erforderlich.

Außerdem ist seit dem 18. März im Heimathaus die Ausstellung "Bewahren der Erinnerung" zu sehen. Im Mittelpunkt stehen die Erinnerungen von 18 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen an ihre Kinder- und Jugendjahre während der NS- und Kriegszeit. Für das Projekt berichteten unter anderem Dr. Hans Krüper, Hans Kleinemas, Erwin Berenbrinker, Heinrich Schmalenstroer, Paula Mersch und Marianne Hoffmann von ihren Erfahrungen. Geöffnet ist das Heimathaus mittwochs und sonntags jeweils von 15 bis 17.30 Uhr. Alle Interviews sowie das Begleitheft sind auch auf unserer Themenseite zu finden.

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