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Aktuelle Meldung

13. September 2019

Krimibus, Lauschsalon und Liebesgeschichte in Briefen

Literaturtage

Eine Liebesgeschichte in Briefen, eine mörderische Busfahrt und „Kino im Kopf“ im Lauschsalon: Auf diese und weitere literarische Leckerbissen dürfen sich die Besucherinnen und Besucher der 4. Verler Literaturtage freuen. Vom 11. bis 18. November gibt es an acht Tagen wieder jede Menge Literatur live – ob als Lesung, Theater oder pantomimisch. Zu den literarischen Gästen gehören diesmal die bekannten Schauspieler Elena Uhlig, Ulrike Bliefert und Martin Brambach sowie die Bestsellerautorinnen Gisa Pauly und Mechtild Borrmann.  

 

Zum Auftakt wird die Buchhandlung Pegasus am 11. November um 19.30 Uhr zum Lauschsalon. Zu Gast ist die Schauspielerin und Sprecherin Anja Bilabel mit romantischen, unheimlichen, vergnüglichen und verrückten Geschichten und Gedichten von Marguerite Duras, Theophile Gautier, Victor Hugo und Charles Baudelaire. Musikalisch umrahmt wird der Abend von der Violinistin Sabine Fröhlich.

 

Am 12. November um 19.30 Uhr stellt Karen Duve im Droste-Haus ihren Roman „Fräulein Nettes nächster Sommer“ vor. Trocken-ironisch schreibt sie darin über die westfälische Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, die sich trotz aller Ressentiments ihrer Zeit in die Gespräche der Männer einmischte, keine Lust auf Handarbeit hatte und sich auf ein Verhältnis mit dem Rechtsstudenten Straube einließ.  

 

Mit „Sturmflut“, dem 13. Fall von „Mamma Carlotta“, ist am 13. November (19.30 Uhr) Gisa Pauly bei Collins Jeans & Mode zu Gast. Diesmal gerät Mamma Carlotta, die temperamentvolle Schwiegermutter von Hauptkommissar Erik Wolf, auf Sylt zufällig in die Ermittlungen in einem Entführungsfall. Sie kommt dem Täter zwar auf die Spur, aber scheinbar zu spät, denn eine Tote wird gefunden. Ist es die entführte Lale? Als eine Sturmflut aufzieht und Erik verschwindet, wird es für Carlotta richtig brenzlig.

 

Bitte einsteigen in den Krimi-Bus heißt es am 14. November. Um 19.30 Uhr nimmt Stefan Nink sein Publikum mit auf eine literarisch-mörderische Reise, wenn er aus seinem Krimi „Treffinger und der Mörder aus der letzten Reise“ liest. Nach drei Todesfällen während einer Irland-Tour keimt in Busfahrer Thomas Treffinger ein böser Verdacht: Kann es sein, dass er einen Mörder über die Insel chauffiert?  

 

Mit „Die Samariterin“ ist Schauspielerin Ulrike Bliefert ein raffinierter Thriller um Manipulation, Selbstzweifel und die Suche nach der Schuld gelungen. Eine Frau opfert sich für andere auf. Doch als sie endlich an ihr eigenes Glück denkt, findet sie etwas heraus, das sie niemals hätte entdecken dürfen. Die Lesung beginnt am 15. November um 15.30 Uhr im Rathaus.

 

Für alle, die beim Ausmessen immer Recht haben (wollen), hat Schauspielerin Elena Uhlig das passende Buch dabei: „Doch, das passt, ich hab’s ausgemessen!“ heißt ihr humorvolles Werk über Nestbau, Möbelkäufe mit Mann und Mäusen und die spannende Frage, ob alles rein passt. Die passende Kulisse für die Lesung am 15. November um 19.30 Uhr bietet die Möbelzentrale Beckhoff.  

 

Der 30. Jahrestag des Mauerfalls ist Thema, wenn am 16. November (15.30 Uhr) der ZDF-Journalist Christhard Läpple in der Erlöserkirche aus „So viel Anfang war nie“ liest. Seine Beobachtungen aus der ostdeutschen Provinz geben Einblick in die Hoffnungen, Erwartungen und Wünsche, die mit der Wende verbunden waren – und was aus ihnen geworden ist.

 

Ebenfalls am 16. November um 19.30 Uhr bietet „Der gespielte Krimi“ in der Bibliothek ein amüsantes Wechselspiel zwischen Wort und Spiel. Während Autor Peter Jackob aus seinen Geschichten um den sympathisch-schnoddrigen Hauptkommissar Schack Bekker liest, erweckt Performance-Künstlerin Corina Ramona durch ihr pantomimisches Spiel das Gelesene zum Leben.  

 

Am 17. November von 10.30 bis 17 Uhr öffnet das Droste-Haus seine Türen für den Familien-Kulturtag mit Buchausstellung. Buchhändlerin Marion Bökenhans präsentiert eine Buchauswahl für Groß und Klein, dazu gibt es musikalische Darbietungen aus den Musikkursen des Droste-Hauses. Um 16 Uhr heißt es dann Vorhang auf für „Es klopft bei Wanja in der Nacht“, ein Theaterstück mit Witz, Poesie und Musik für Kinder ab vier Jahre der Bielefelder Puppenspiele Dagmar Selje.

 

Im Kötterhaus ist um 19.30 Uhr Mechtild Borrmann zu Gast. In ihrem neuen Roman „Grenzgänger“ erzählt die vielfach ausgezeichnete Autorin, die mit „Trümmerkind“ monatelang auf der Spiegel-Bestseller-Liste stand, die Geschichte einer lebenshungrigen Frau, die an Gerechtigkeit glaubt und daran verzweifelt.   Eine Frau, ein Mann – und ihre Briefe: „Love Letters“ von A. R. Gurney gehört zu den weltweit bekanntesten Stücken für zwei Personen.

 

Zum Abschluss der Literaturtage erzählt das Schauspielerpaar Martin Brambach und Christine Sommer am 18. November (19.30 Uhr) im Pädagogischen Zentrum der Gesamtschule die Lebens- und Liebesgeschichte zweier Menschen, die sich seit Kindertagen bis ins reife Alter Briefe schreiben. Melissa ist aus reichem, Andy aus gutem Haus. Er liebt es, Briefe zu schreiben, sie nicht. Er trifft seine auch im Rückblick meist korrekten Entscheidungen nach reiflicher Überlegung, sie ist spontan und chaotisch. Er fällt die Karriereleiter hinauf, sie stolpert von einem Loch ins nächste. Christine Sommer ist aus Kino und TV bekannt („Frau Temme sucht das Glück“, „Heldt“). Martin Brambach war unter anderem am Wiener Burgtheater und der Schaubühne Berlin festes Ensemblemitglied. Seit 2001 ist er freiberuflich tätig und spielt Film- und Fernsehrollen, so als Kommissar Schnabel im Dresdner Tatort. 2017 wurde er als bester Schauspieler mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. (ACHTUNG: Aufgrund der großen Nachfrage wird die Veranstaltung vom Deutschen Haus ins Pädagogische Zentrum der Gesamtschule verlegt.)

 

Bildzeile:

Freuen sich schon auf die Literaturtage: Bürgermeister Michael Esken und das Organisationsteam mit (v. l.) Claudia Thye (Bibliothek Verl), Jessica Dobinsky, Elke Hänel und Sabine Heethey (Stadt Verl), Marion Bökenhans (Buchhandlung Pegasus), Martina Heitvogt (Stadt Verl) und Tanja Weickert (Droste-Haus).

Bildquellen: Pressestelle der Stadt Verl

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