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Meldungsarchiv

27. Mai 2019

Kindertagespflege als Alternative oder Ergänzung zur Kita

Kindertagespflege

Flexibilität und Familiennähe: Das sind zwei Hauptgründe für viele Eltern, sich bewusst für die Kindertagespflege zu entscheiden, um insbesondere sehr junge Kinder in einem familiären Rahmen von einer festen Bezugsperson in einer kleinen Gruppe mit maximal fünf Kindern betreuen zu lassen. Andere Eltern schätzen die Flexibilität der Betreuung und nutzen das Angebot für eine ergänzende Betreuung zur Kita oder Schule. In Verl gibt es zurzeit rund 40 Tagesmütter, die diese Aufgabe übernehmen.

 

Um die Tagespflege als Alternative zur Kita noch stärker im Bewusstsein und auch im Stadtbild zu verankern, wurde jetzt auf Anregung der Tageseltern ein eigenes Logo entwickelt. Das farbenfrohe Logo mit fröhlich spielenden Kindern soll zum Beispiel Schirmmützen und Rucksäcke schmücken.

 

Gleichzeitig soll es für die Bildungsdokumentationen verwendet werden. Denn wie in einer Kindertageseinrichtung wird auch in der Tagespflege die Entwicklung der Kinder beobachtet und dokumentiert, um sie in der weiteren Entwicklung zu fördern. In Planung ist ein Portfolio-Ordner, der Eltern und Kindern einen Einblick in den Alltag der Kindertagespflege und die Entwicklungsschritte gewährt.  

 

„Eltern haben – wie auch in der Kindertagesstätte – einen Rechtsanspruch auf die Betreuung im Rahmen der Kindertagespflege, sobald ihr Kind ein Jahr alt ist“, erläutert Anja Schäfer vom Fachbereich Jugend der Stadt Verl. Um eine qualifizierte pädagogische Betreuung zu gewährleisten, müssen sich Tagespflegepersonen mit 300 Unterrichtseinheiten qualifizieren sowie zwei Praktika absolvieren, bevor sie eine Pflegeerlaubnis erhalten. „Die Qualifizierungsanforderungen sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen und die Kindertagespflege hat sich zu einem beruflich interessanten Tätigkeitsfeld entwickelt“, weiß Anja Schäfer.  

 

Die Tageseltern und die von ihnen betreuten Kinder werden regelmäßig von Anja Schäfer besucht und sind zudem im Austausch mit der Fachberatung zu den unterschiedlichen Entwicklungs-, Betreuungs- oder auch Rechtsfragen in der Kindertagespflege. Darüber hinaus nehmen sie an Fortbildungen teil, zum Beispiel zu Themen wie Bildungsförderung, Eingewöhnung, Raumgestaltung, Elternarbeit oder Kindeswohl in der Kindertagespflege.

 

Die Betreuung in der Tagespflege findet überwiegend im Haushalt der Tagespflegeperson statt. Zurzeit ist nur eine Tagesmutter in eigens dafür angemieteten Räumen tätig. „Anfragen für Großtagespflegestellen liegen uns zwar vor, allerdings konnten bisher keine geeigneten Räume dafür gefunden werden“, berichtet Anja Schäfer. Wer Räume für Großtagespflegestellen zur Verfügung stellen möchte, kann sich im Jugendamt melden (Tel.  961-276).  

 

Viermal im Jahr kommen die Tageseltern zu Netzwerktreffen im Droste-Haus zusammen. Denn dort befindet sich die Vermittlungsstelle für freie Plätze in der Kindertagespflege für Kinder unter drei Jahren.  

 

Wer sich für die Arbeit als Tagespflegeperson interessiert, kann sich an Anja Schäfer wenden (Fachberatung Jugendamt, Tel. 961-276, anja.schaefer@verl.de). Ansprechpartnerin in der Vermittlungsstelle im Droste-Haus ist Margret Lütkebohle, Tel. 934020, m.luetkebohle@droste-haus.de.    

 

Bildzeile:

Freuen sich, dass die Kindertagespflege in Verl jetzt ein eigenes Logo hat: (v. l.) Eugenie Kröcker, Liljana Zenunaj, Olga Günter, Anja Schäfer (Fachbereich Jugend), Susanne Maasjost, Anja Patzak, (hinten v. l.) Patrick Bullermann (Leiter des Fachbereichs Jugend), Maria Wiedenhaus, Tanja Breimann, Claudia Brenker, Linda Diekmannshemke, Nadja Fast und Margret Lütkebohle (Vermittlungsstelle im Droste-Haus).

Bildquellen: Pressestelle der Stadt Verl

Ihr Ansprechpartner bei der Stadt Verl

Anja Schäfer
Fachbereich Jugend
Raum: 021 (EG)
Telefon: 05246 / 961-276
E-Mail: Anja.Schaefer@verl.de