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Meldungsarchiv

22. März 2019

Post kehrt zum 1. April zurück an den Marktplatz

Post

Die Post zieht zurück in die Post: Ab Dienstag, 2. April, wird die Filiale wieder an ihrem alten Standort am Marktplatz zu finden sein. Betrieben wird sie weiterhin von Jens Niederschulte, Inhaber des Getränkemarktes im Ölbachcenter, in dem die Post seit Mitte des vergangenen Jahres untergebracht war. Die Situation dort war jedoch weder für die Kundinnen und Kunden noch für Jens Niederschulte und sein Team optimal. Deshalb sind alle Beteiligten froh über die jetzt gefundene Lösung.

 

„Ich bin erleichtert, damit ein Problem gelöst zu haben, für das ich allerdings eigentlich gar nicht zuständig bin“, sagt Bürgermeister Michael Esken. Denn die Post ist Sache der Post, nicht der Stadt, auch wenn ihr das Postgebäude gehört. Doch wie unzufrieden viele Postkundinnen und -kunden mit der Situation im Getränkemarkt waren, wurde natürlich auch immer wieder an den Verwaltungschef herangetragen. „Das war fast bei jeder Veranstaltung, die ich besucht habe, und in jeder Bürgersprechstunde ein Thema“, berichtet er.

 

Und so war er auch sofort bereit, durch einen Architekten prüfen zu lassen, ob die Post wieder am alten Standort einziehen kann, obwohl die Stadt inzwischen Pläne mit dem Gebäude hat: Bekanntlich soll dort die Seniorenbegegnungsstätte des Deutschen Roten Kreuzes eine neue Heimat finden, wenn das DRK-Gelände an der Bahnhofstraße neu bebaut wird. Nachdem feststand, dass eine Parallelnutzung möglich ist, wurden Nägel mit Köpfen gemacht: Bereits am Samstag, 30. März. wird die gesamte Posteinrichtung vom Getränkemarkt an den Marktplatz umziehen, kleine Umbauarbeiten laufen dort bereits. Am Montag, 1. April, folgt die technische Einrichtung, so dass die Post an diesem Tag ausnahmsweise geschlossen bleibt. 

 

Am Dienstag, 2. April, öffnet die Post dann wieder für alle Kundinnen und Kunden. Die künftigen Öffnungszeiten: montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr, samstags von 8 bis 13 Uhr. Ein Service, der nicht selbstverständlich ist: In einer Stadt in der Größe von Verl müsste die Post laut Vorgabe eigentlich nur zwei Tage geöffnet sein. Das inzwischen bewährte Team mit insgesamt sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird sich auch am Marktplatz um alle Dienstleistungen rund um Brief, Paket und Postbankgeschäft kümmern. Ergänzt werden soll das Angebot voraussichtlich um Produkte aus dem Nonfood-Bereich wie etwa Postkarten und Geschenkartikel.  

 

Der Umfang des Postgeschäftes sei deutlich größer als prognostiziert und im Getränkemarkt niemandem mehr zumutbar gewesen, sagt Jens Niederschulte. Zeitweise hätten 25 Kunden in der Schlange zwischen den Regalen angestanden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten sich zwar inzwischen gut eingearbeitet, aber auch für sie sei die Situation „suboptimal“ gewesen, so Niederschulte. Als im November und Dezember sogar der Umsatz im Getränkemarkt zurückging, weil sich aufgrund der zahlreichen Postkundinnen und -kunden auch die Parkplatzsituation erheblich verschärfte, zog Jens Niederschulte die Reißleine und kündigte den Vertrag mit der Post vorsorglich zum 30. Juni. Damit die Stadt Verl nicht plötzlich ohne Post dasteht, wurde gemeinsam mit der Post AG und der Verwaltung eine Lösung gesucht – und mit dem Umzug zurück an den alten Standort gefunden.  

 

Mit der Stadt wurde die Nutzung des vorderen Gebäudeteils zunächst bis Februar 2020 vereinbart, um zu sehen, wie es läuft. Wenn gegen Ende des Jahres auch der Zustellstützpunkt der Post den hinteren Teil des Gebäudes am Markt verlässt, will die Stadt Anfang 2020 mit dem Umbau zu einer Seniorenbegegnungsstätte beginnen. Die Begegnungsstätte zieht aber erst um, wenn das neue DRK-Heim an der Österwieher Straße gebaut ist.  

 

Bildzeile:

Freuen sich über den bevorstehenden Umzug der Post zurück an den Marktplatz: (v. l.) Sebastian Brauner (Gebäudemanagement der Stadt Verl), Bürgermeister Michael Esken, Claudia Siggemann (Postteam), Barbara Menne (Leiterin des Fachbereichs Soziales der Stadt Verl), Anja Schmellenkamp (Postteam) und Jens Niederschulte.

Bildquellen: Pressestelle der Stadt Verl

Ihr Ansprechpartner bei der Stadt Verl