QR-Code

Meldungsarchiv

23. November 2018

Kleine Auszeit mit Musik, Massagen und Zauberei

Frühstück

Wer einen Angehörigen zu Hause pflegt, ist meist 24 Stunden gefordert. Und das Tag für Tag. „Was das bedeutet, kann sich kaum jemand vorstellen, der es nicht selbst erlebt“, sagt Renate Polkläsener. Umso mehr hat die Verlerin gemeinsam mit mehr als 70 weiteren pflegenden Angehörigen die kleine Auszeit genossen, zu der die Stadt Verl jetzt zum dritten Mal eingeladen hatte. Auch diesmal wartete in der Mensa des Schulzentrums ein leckeres Frühstücksbüffet, begleitet von einem Unterhaltungsprogramm.  

 

„Sie alle haben einen ausgesprochen anstrengenden Alltag, deshalb möchten wir Ihnen heute ein paar schöne Stunden schenken“, begrüßte Bürgermeister Michael Esken die Gäste. Pflege sei nicht auf das Alter beschränkt. „Es gibt auch viele junge Menschen mit Pflegebedarf, zum Beispiel durch eine Behinderung“, sagte Esken. Hier sei die Stadt gerade dabei, eine neue Wohnmöglichkeit speziell für junge Menschen im Stadtzentrum zu schaffen. Das Projekt soll bekanntlich an der Bahnhofstraße entstehen, am Standort des jetzigen DRK-Heims, das dann auf der anderen Straßenseite neu gebaut wird und das die Stadt gleichzeitig als Seniorenbegegnungsstätte nutzen möchte. „So werden wir auch die Seniorenarbeit in Verl noch mehr in den Fokus stellen“, kündigte der Bürgermeister an.  

 

Das Büffet, angerichtet vom Team der Mensa, ließ kaum einen Wunsch offen. Sechs Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule unterstützten das Organisationsteam um Barbara Menne und Sandra Hasenbein vom Fachbereich Soziales der Stadt und halfen beim Bewirten. Beim gemeinsamen Frühstück kamen die Gäste an den liebevoll dekorierten Tischen rasch miteinander ins Gespräch. Während Jenny Meyer die Veranstaltung mit den wundervollen Klängen ihrer Harfe untermalte, sorgte Comedy-Zauberer Frank Katzmarek mit seinen Zaubertricks für viel Spaß. Darüber hinaus wurden  Entspannungsmassagen angeboten.  

 

Das Wichtigste an dem Treffen ist für viele pflegende Angehörige aber der Austausch. „Es ist schön, hier so locker mit anderen ins Gespräch kommen zu können“, meinte Andreas Bauer. Marlies Bartsch kann das nur bestätigen. Sie nimmt auch an einem Gesprächskreis für pflegende Angehörige teil, der jeden zweiten Freitag im Monat angeboten wird. Gerade wenn man in der Pflege an seine Grenzen stoße und manchmal einfach nicht mehr wisse, wie es weitergehen solle, sei der Austausch mit anderen Betroffenen eine große Hilfe. „Dann sieht man, dass es anderen genauso geht, und allein das hilft schon ein bisschen“, sagt sie. Und so genossen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Treffen und die kleine Auszeit vom Pflegealltag sehr.   

 

Bildzeile:

Genossen das Frühstück und den Austausch: (v. l.) Marlies Bartsch, Thea Ewers und Renate Polkläsener.

Bildquellen: Pressestelle der Stadt Verl

Ihr Ansprechpartner bei der Stadt Verl

Sandra Hasenbein
Fachbereich Soziales
Raum: 226 (2. OG)
Telefon: 05246 / 961-204
E-Mail: Sandra.Hasenbein@verl.de