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Aktuelle Meldung

08. Januar 2019

Veranstaltungen zum Gedenktag am 27. Januar

Stacheldraht

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz. Dieser Tag wurde zum Symbol für eine wachsame Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen. Seit dem Jahr 1996 ist der 27. Januar in Deutschland offizieller Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. In Verl sind alle Interessierten zu zwei Gedenkveranstaltungen eingeladen.

 

Am Donnerstag, 24. Januar, ist das Theaterstück „Im Herzen ein Nest aus Stacheldraht“ zu sehen. Das Solo mit Schauspieler Michael Grunert erzählt aus dem Leben des polnischen Zwangsarbeiters Ferdinand Matuszek, der mit 15 Jahren in seiner Heimat von den deutschen Besatzern zur Arbeit beim Bau einer kriegswichtigen Bahnstrecke gezwungen wurde, bevor er mit knapp 16 Jahren nach Deutschland deportiert wurde und Zwangsarbeit auf einem ostwestfälischen Bauernhof leisten musste. Von Erinnerungen gequält, innerlich zerrissen und heimatlos, war er lange Zeit nicht fähig, über seine Erlebnisse zu sprechen. Erst im Alter von 70 Jahren begann Ferdinand Matuszek, seine Geschichte zu erzählen. Entstanden ist daraus ein Buch – und das Theaterstück.  

 

Die Veranstaltung, zu der die Stadt Verl in Kooperation mit der Volkshochschule Verl – Harsewinkel – Schloß Holte-Stukenbrock einlädt, beginnt um 19 Uhr im Pädagogischen Zentrum der Gesamtschule. Karten im Vorverkauf zum Preis von acht Euro sind im Bürgerservice des Rathauses und in der Buchhandlung Pegasus erhältlich. An der Abendkasse kostet der Eintritt zehn Euro. Für Schülerinnen und Schüler sowie Studierende ist der Eintritt frei. 

 

Am Sonntag, 27. Januar, steht die Erinnerung an die Rettung der jüdischen Familie Spiegel durch münsterländische Bauernfamilien im Mittelpunkt. Dazu lädt die Stadt Verl in Kooperation mit dem Heimatverein Verl um 18 Uhr ins Heimathaus ein. Im ersten Teil des Abends liest Simone Tank (Bielefeld) aus "Retter in der Nacht". Mit diesem Buch setzte Marga Spiegel ihren Rettern ein Denkmal: Denn unter Gefahr für ihr eigenes Leben hatten Bauern im Münsterland Marga Spiegel, ihre Tochter Karin und Ehemann Menne vor den Nazis versteckt. Schon lange vor dem Krieg hatten für die Familie Spiegel Angst und Verfolgung begonnen – auch das beschreibt Marga Spiegel sehr eindrucksvoll. Im zweiten Teil ist dann der Dokumentarfilm "Eine Herzenssache" zu sehen, der die Geschichte der Rettung rekonstruiert. Für die musikalische Begleitung der Veranstaltung sorgt Lothar Henkenjohann mit Klezmer-Klängen. Der Eintritt ist frei.  

Bildquellen: Tom Dombrowski

Ihr Ansprechpartner bei der Stadt Verl

Elke Hänel
Fachbereich Zentrale Dienste
Raum: 116 (1. OG)
Telefon: 05246 / 961-103
E-Mail: Elke.Haenel@verl.de