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Meldungsarchiv

08. November 2018

Wohnberatung: So lange wie möglich zu Hause wohnen

Rampe

Eine Krankheit, ein Unfall oder das Alter können dafür sorgen, dass die eigene Wohnung plötzlich Stolpersteine und Barrieren hat, an die man vorher nie gedacht hat. Trotzdem möchten die meisten Menschen auch bei körperlichen Einschränkungen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben. Zum Glück gibt es mittlerweile viele praktische Hilfsmittel, die den Alltag erleichtern und die Selbständigkeit erhöhen. Was in welchem Fall möglich und sinnvoll ist, darüber informiert regelmäßig die AWO-Wohnberatung im Verler Rathaus. Die nächste kostenlose Beratung ist am Mittwoch, 14. November, von 15 bis 17 Uhr.  

 

Die Wohnberatung gibt es seit 1995 im Kreis Gütersloh. Thomas Krüger und seine Kollegen können auch deshalb so umfassend beraten, weil sie aus einem großen Erfahrungsschatz schöpfen. So auch im Fall einer Dame, die plötzlich auf den Rollstuhl angewiesen und daher in ein Pflegeheim musste. Denn der Zugang zum Haus hatte Stufen und das Bad war so eng, dass das WC schräg gestellt worden war, um nicht mit den Knien an die Badewanne zu stoßen. „In diesem Bad war eine häusliche Pflege, auch durch Fachkräfte, nicht möglich“, erinnert sich Thomas Krüger.

 

Nach dem Hausbesuch der Wohnberatung wurden Angebote eines Handwerkers eingeholt, ein Antrag an die Pflegekasse gestellt und das Bad schließlich mit einem Zuschuss der Pflegeversicherung umgebaut. „Die Badewanne wurde entfernt, um Platz für einen Duschrollstuhl zu gewinnen. Auch konnte die Frau nun im Rollstuhl vor den Waschtisch fahren. Eine Rampe, die von der Pflegekasse als Hilfsmittel zur Verfügung gestellt wurde, komplettierte die Maßnahmen und so konnte die Frau wieder nach Hause zurückkommen“, berichtet der Berater.  

 

Eine andere Beratung sollte die Selbständigkeit einer jungen Frau verbessern, die ebenfalls überwiegend auf einen Rollstuhl angewiesen ist und große Probleme hatte, die fünf Stufen zu ihrem Haus zu überwinden. „Bei der Beratung vor Ort wurde schnell klar, dass hier nur der Einsatz eines Schrägaufzuges, eines sogenannten Plattformliftes, in Frage käme“, erzählt Thomas Krüger. Schnell waren mögliche Anbieter gefunden und es wurden Angebote eingeholt. Die Wohnberatung stellte dann Anträge an die in Frage kommenden Kostenträger, um die Finanzierung des Liftes zu sichern. Der Lift wurde eingebaut und die junge Frau kann nun wieder selbständig ihre Wohnung verlassen.

 

Aber nicht nur Seniorinnen und Senioren oder Menschen mit Handicap können die Wohnberatung in Anspruch nehmen. Auch Handwerker oder Familien, die einen Neu- oder Umbau planen, können sich kostenlos und unverbindlich über eine barrierefreie Ausführung informieren und bei Bedarf auch einen Termin für eine Vor-Ort-Beratung in den eigenen vier Wänden vereinbaren.

 

Weitere kostenlose Beratungstermine im Verler Rathaus sind im nächsten Halbjahr am 13. März, 15. Mai und 12. Juni geplant. Am 15. Mai findet darüber hinaus um 17 Uhr ein Vortrag statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.  

Bildquellen: AWO-Wohnberatung

Ihr Ansprechpartner bei der Stadt Verl

Sandra Hasenbein
Fachbereich Soziales
Raum: 226 (2. OG)
Telefon: 05246 / 961-204
E-Mail: Sandra.Hasenbein@verl.de