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Meldungsarchiv

12. September 2018

Schulen und Kitas haben Spaß am Energiesparen

Energiesparen

Das Projekt „Energiesparen macht Schule“ gibt es in Verl seit vielen Jahren. Dennoch ist das Engagement in Schulen und Kindertagesstätten ungebrochen und alle Beteiligten lassen sich immer wieder neue tolle Aktionen einfallen, um das Projekt umzusetzen. Das zeigte die jährliche Prämierungsveranstaltung, zu der jetzt Anne-Marie Kruse und Rüveyda Sahin-Aydin von der e&u energiebüro GmbH nach Verl gekommen waren.

 

An drei Kindertagesstätten und fünf Schulen überreichten sie gemeinsam mit dem 1. Stellvertretenden Bürgermeister Josef Dresselhaus Urkunden und Schecks. Mit dabei sind zurzeit die drei städtischen Kitas „Abenteuerland Sende-Brisse“, „Kleine Strolche“ und „Im Zwergenland“, die Grundschule St. Georg und der Grundschulverbund Kaunitz-Bornholte sowie die Gesamtschule und das Gymnasium. Sie alle sparen Energie ein, indem zum Beispiel beim Verlassen eines Raumes konsequent das Licht ausgeschaltet wird, Raumtemperaturen effizienter geregelt werden oder auf Stoßlüften gesetzt wird, statt Fenster dauerhaft gekippt zu lassen.

 

Gleichzeitig gibt es viele umweltpädagogische Maßnahmen, bei denen die Kinder und Jugendlichen selbst aktiv werden – so zum Beispiel als Energiedetektive und Klimapiloten. Alle Beteiligten sind mit Feuereifer dabei – nicht nur Schüler und Lehrer, sondern auch die Hausmeister, die natürlich vor allem die Gebäudetechnik im Blick haben. „Sie sensibilisieren uns immer wieder für Kleinigkeiten, die einfach umzusetzen sind, mit denen sich aber spürbar Energie einsparen lässt“, berichtete Gesamtschullehrer Dirk Meyer.

 

Beispielhaft stellte er vor, wie spannend sich das Thema auch in den Unterricht einbauen lässt. So tüftelten Schülerinnen und Schüler an einem selbstgebauten Modell der Stadt Verl aus, wie sich die Kommune ausschließlich durch erneuerbare Energien versorgen könnte. Sehr plakativ war für die Mädchen und Jungen der Kita „Kleine Strolche“ auch zu sehen, wie viel Plastikmüll in nur einer Woche in der Einrichtung zusammen kommt. Nur zwei Beispiele für viele umweltpädagogische Aktionen, die allein im vergangenen Jahr umgesetzt wurden.

 

Für Klimaschutzmanager Dr. Fabian Humpert ist dieser Aspekt genauso wichtig wie die Energieeinsparung. „Die nächste Generation wird die Auswirkungen des Klimawandels noch viel stärker spüren als wir. Da wird es schon Einschnitte in der Lebensqualität geben. Daher müssen wir vorleben und den Kindern und Jugendlichen ein Gefühl dafür vermitteln, warum Klimaschutz so wichtig ist“, betonte er.

 

„Klima, Klimawandel und das Wetter gehören zu den Themen, die uns gerade am meisten beschäftigen“, sagte der 1. Stellvertretende Bürgermeister Josef Dresselhaus. Um das Klima zu schützen, sei Energiesparen das effektivste Mittel. „Und das muss nicht unbedingt Verzicht auf Komfort bedeuten. Denn vieles, was wir machen, ist unsinnig. Warum zum Beispiel müssen im Sommer in vielen Gebäuden Klimaanlagen auf Hochtouren laufen, so dass man einen Pullover braucht, während im Winter viele Heizungen so hoch gestellt sind, dass ein T-Shirt reicht?“, gab er zu bedenken.

 

Anne-Marie Kruse vom e&u energiebüro bekräftigte dies: „Ein Grad mehr oder weniger Raumtemperatur macht später in der Rechnung sechs Prozent aus“, betonte sie. Richtiges Lüften wirke sich zudem auch auf das Wohlfühlklima aus: „Beim Kipplüften wird die Luft zu trocken, deshalb lieber Stoßlüften.“ Das werde in den Kitas und Schulen schon gut umgesetzt. So habe sich das Raumklima im Allgemeinen nachweislich verbessert, wie die jährlichen Messungen durch das e&u energiebüro zeigten.

 

Die Schulen und Kitas erhalten einen Anteil an den erzielten Einsparungen als Motivationsprämie, über die sie frei verfügen können. „Schön ist, dass die Prämien oft wieder in umweltpädagogische Maßnahmen fließen“, freute sich Anne-Marie Kruse. Der aktuelle Projektzeitraum, der 2016 begonnen hat, läuft noch bis Mitte 2020.  

 

Bildzeile:

Bei der Prämierungsveranstaltung zum Projekt „Energiesparen macht Schule“: (v. l.) Silke Rolf und Dr. Ares Rolf (Gymnasium Verl), Otfried Morck (Grundschulverbund Kaunitz-Bornholte), Anja Giesbertz (St.-Georg-Schule), Klimaschutzmanager Dr. Fabian Humpert, Ariane Hülsmann (Kita „Abenteuerland Sende-Brisse“), Elisabeth Meermeier (Jugendamt), Antonella Cassese (Kita „Im Zwergenland“), Susanne Krampe (St.-Georg-Schule), Yvonne Masjosthusmann (Kita „Abenteuerland Sende-Brisse“), Tanja Heinemann (Gesamtschule Verl), Swetlana Zesdris (Kita „Im Zwergenland“), Dirk Meyer (Gesamtschule Verl), Rüveyda Sahin-Aydin und Anne-Marie Kruse (e&u energiebüro GmbH), Ruben Levi (Kita „Kleine Strolche“), 1. Stellvertretender Bürgermeister Josef Dresselhaus und Susanne Badde (Kita „Kleine Strolche“).

Bildquellen: Pressestelle der Stadt Verl

Ihr Ansprechpartner bei der Stadt Verl

Dr. Fabian Humpert
Klimaschutz
Raum: 020 (EG)
Telefon: 05246 / 961-107
E-Mail: Dr.Fabian.Humpert@verl.de