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18. Juli 2018

Biotonne: Kompostierbare Tüten sorgen für Probleme

Tüten

Auf den ersten Blick scheint sie eine perfekte Alternative zum klassischen Müllbeutel zu sein: Die Rede ist von der biologisch abbaubaren und damit kompostierbaren Plastiktüte, die aus einer Mischung herkömmlicher Kunststoffe und pflanz­licher Stärke besteht. Weil sie biologisch abbaubar ist, wird diese Tüte gerne für Biotonnen verwendet. Doch im Kompostwerk Gütersloh führen diese Tüten – wie auch jede herkömmliche Tüte aus Plastik – zu großen Problemen.  

 

Denn grundsätzlich sind die speziellen Beutel zwar biologisch abbaubar, brauchen dafür aber viel länger als die Zeitspanne, in der die moderne Technik den Kompost herstellt. „Im Gütersloher Kompostwerk verrotten die Tüten nicht komplett und verunreinigen daher den fertigen Kompost“, macht Dr. Kurt Peitzmeier von der Verler Stadtverwaltung deutlich.  

 

„Die Bürgerinnen und Bürger möchten mit dem Kauf der teuren Tüten etwas Gutes tun wollen, sortieren darin auch richtig, dennoch können die wertvollen Bioabfälle gar nicht kompostiert werden. Das ist natürlich sehr schade“, so Dr. Peitzmeier. Denn bei der Vorsortierung des Bioabfalls werden die biologisch abbaubaren Tüten genauso wie normale Plastikbeutel aussortiert. Da sie dieselben Eigenschaften wie normale Mülltüten aufweisen, ist eine Trennung technisch nicht möglich. Die Folge: Der wertvolle Inhalt geht verloren.  

 

Die biologisch abbaubaren Tüten landen gemeinsam mit normalen Plastikbeuteln und anderen Störstoffen im aussortierten Restmüll, der vom Kompostwerk nicht verarbeitet werden kann und teuer entsorgt werden muss – als Restmüll. „Das kann sich sogar negativ auf die Abfallgebühren auswirken“, betont Dr. Peitzmeier.  

 

Die Verwendung von so genannten biologisch abbaubaren Wertstoffen (BAW) in der Biotonne ist laut Abfallsatzung des Kreises Gütersloh verboten. Dr. Peitzmeier rät daher, anstelle der biologisch abbaubaren Tüten in geringen Mengen Küchenkrepp oder Zeitungspapier zu verwenden, um feuchte Bioabfälle einzuwickeln.“ Sein Tipp: Abfälle einfach in preiswerten Müllbeuteln sammeln, in die Biotonne entleeren und den Beutel selbst zum Restmüll geben.

Bildquellen: Thorsten Ulonska

Ihr Ansprechpartner bei der Stadt Verl

Dr. Kurt Peitzmeier
Fachbereich Stadtentwicklung und Umwelt
Raum: 020 (EG)
Telefon: 05246 / 961-223
E-Mail: Dr.Kurt.Peitzmeier@verl.de