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Meldungsarchiv

04. Juni 2018

Handgestrickte Babypuschen als Willkommensgeschenk

Puschen

Herzlich willkommen, Baby! Wenn in Verl ein Kind zur Welt kommt, macht eine Mitarbeiterin des Jugendamtes im Rahmen der Frühen Hilfen einen Begrüßungsbesuch in der Familie und informiert die Eltern über familienrelevante Themen und Angebote. Neben der Informationsbroschüre „Verler Elternbegleiter“ bekommt jede Familie auch ein besonderes Geschenk für das Baby: niedliche Puschen, handgestrickt von Monika Brinkmann, Elisabeth John und Marlies Sagemüller von der Handarbeitsgruppe der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) Kaunitz.  

 

„Wir freuen uns, dass wir die Handarbeitsgruppe für dieses Projekt gewinnen konnten. Denn die Geburt eines Kindes ist für die Eltern immer einzigartig und das Geschenk der Stadt soll eine besondere Wertschätzung für das Baby sein“, sagt Tanja Riewenherm, Netzwerkkoordinatorin der Frühen Hilfen und zuständig für die Willkommensbesuche. Die ersten selbstgestrickten Babypuschen sind bereits an Familien überreicht worden. „Die neuen Geschenke kommen sehr gut an. Die Eltern können sich aus einer bunten Auswahl an Babypuschen ein Paar heraussuchen. Jedes Paar ist ein Unikat“, erläutert Tanja Riewenherm.  

 

Die Handarbeitsgruppe der kfd Kaunitz wurde vor 27 Jahren gegründet und besteht aus insgesamt 16 Mitgliedern. Ehrenamtlich wird fleißig gestrickt, gehäkelt und gestickt. Die fertigen Produkte werden dann insbesondere auf dem Basar „Novemberlichter“ in Kaunitz verkauft. „Die Einnahmen werden für soziale und kirchliche Projekte gespendet, zum Beispiel für das Kinderhospiz in Bethel oder für die Gestaltung des Friedhofs“, erklärt Marlies Sagemüller. Zudem nehmen die Frauen auch Aufträge für Geschenke zur Geburt, zur Kommunion und anderen Festen entgegen. Die Gruppe trifft sich immer dienstags von 14 bis 16.30 Uhr im Kaunitzer Pfarrheim. „Interessierte Helferinnen sind herzlich willkommen“, betont Marlies Sagemüller.  

 

„Insgesamt stoßen die Willkommensbesuche für Neugeborene auf eine positive Resonanz. Im vergangenen Jahr wurden 85 Prozent der neugeborenen Babys besucht“, berichtet Jugendamtsleiter Patrick Bullermann. Der Besuch ist ein freiwilliges Angebot. Über den Termin wird die Familie vorab informiert, und wer den Besuch nicht möchte, kann selbstverständlich absagen. „Nur wenige Eltern möchten keinen Besuch. Es gibt zwar sicherlich noch einige Vorbehalte und Unsicherheiten, wenn die Eltern erfahren, dass das Jugendamt kommt. Aber eventuelle Sorgen oder Ängste lösen sich im Gespräch sehr schnell auf“, so Tanja Riewenherm. Und Patrick Bullermann betont: „Die Besuche dienen nicht der Kontrolle. Sie stellen lediglich ein freiwilliges, kostenloses Informationsangebot dar.“  

 

Die Frühen Hilfen, zu denen der Willkommensbesuch gehört, sind niedrigschwellige Angebote wie Spiel- und Krabbelgruppen, Elterncafés, Babyschwimmen und ähnliches für alle (werdenden) Familien und ihre Kinder im Alter bis drei Jahre. Ziel ist es, Eltern bedarfsgerechter zu fördern, zu unterstützen und Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern frühzeitig zu stärken.  

 

Bildzeile:

Freuen sich, dass die neuen Babypuschen bei den Verler Familien so gut ankommen: (v. l.) Monika Brinkmann, Jugendamtsleiter Patrick Bullermann, Marlies Sagemüller, Tanja Riewenherm und Elisabeth John.  

Bildquellen: Pressestelle der Stadt Verl

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