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Meldungsarchiv

03. März 2017

Feuerwehrgerätehaus: Neue Pläne für Kaunitz

Gerätehaus

Eine neue Entwicklung gibt es beim Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses in Kaunitz. Ursprünglich sollte in der Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses am 9. März bereits die abschließende Entwurfsplanung auf der Tagesordnung stehen. Dass dies nicht der Fall ist, hat seinen Grund. Denn inzwischen haben Bürgermeister Michael Esken und Beigeordneter Thorsten Herbst in intensiven Gesprächen neue Ideen entwickelt, die nicht nur die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehr im Ortsteil Kaunitz sichern würden, sondern gleichzeitig eine langfristige Nahversorgung der Bürgerinnen und Bürger. Über die Vorschläge hat die Verwaltungsspitze am Freitag die Politik und die Presse informiert.  

 

Bislang ist geplant, das jetzige Feuerwehrgerätehaus an der Paderborner Straße abzureißen und am selben Standort neu zu bauen. Dafür liegt ein entsprechender Ratsbeschluss vor. Die Verwaltung schlägt jetzt vor, das Gerätehaus stattdessen auf der gegenüberliegenden Seite der Paderborner Straße zu errichten. Sobald der Neubau dort fertig und bezogen ist, soll das alte Gerätehaus abgebrochen werden, um Platz zu machen für einen modernen Elli-Markt mit einer Fläche von 1.300 Quadratmetern. Denn die Lüning-Gruppe, die seit 2009 den Elli-Markt an der Fürstenstraße betreibt, hat am jetzigen Standort keinerlei Erweiterungsmöglichkeiten und sieht an der Paderborner Straße die Chance, einen Nahversorger nach modernsten Standards zu bauen und zu betreiben. 

 

Diese Vorschläge müssen jetzt noch detailliert aufbereitet und der Politik zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Bürgermeister und Beigeordneter sind von den Vorteilen überzeugt: „Zum einen würde ein moderner Markt die Nahversorgung in Kaunitz längerfristig sichern. Zum anderen muss die Feuerwehr während der Bauzeit des Gerätehauses nicht in ein Provisorium umziehen, das spart erhebliche Kosten und Aufwand“, erläutert Michael Esken. Darüber hinaus gewinne Kaunitz auch städtebaulich – und das gleich doppelt: „An der Paderborner Straße entsteht ein städtebauliches Eingangstor, und an der Fürstenstraße können wir eine attraktive Bebauung realisieren“, ergänzt Thorsten Herbst. Denn die Stadt und die Firma Lüning würden das Feuerwehr-Grundstück und die Fläche an der Fürstenstraße tauschen.   

 

Zu den neuen Überlegungen hätten viele Gründe geführt, erläutert der Bürgermeister. Dazu gehöre die inzwischen für den Neubau des Gerätehauses vorliegende Kalkulation eines Bauvolumens von mindestens 3,6 Millionen Euro, und zwar ohne Abbruch-, Umzugs- und Einrichtungskosten für ein Provisorium. Aber auch die Tatsache, dass der Elli-Markt am jetzigen Standort den Bedürfnissen an einen modernen Markt nicht mehr gerecht werde und die Lüning-Gruppe dort keine Möglichkeit für eine adäquate Erweiterung habe, sei ein Argument gewesen, neu zu denken. Bei den Gesprächen in den vergangenen Wochen und Monaten wurden alle Beteiligten einbezogen. „Für diese konstruktiven Gespräche möchten wir uns bei der Feuerwehr, den Grundstückseigentümern und der Firma Lüning bedanken“, betont Bürgermeister Esken.        

 

Durch die Versetzung des Gerätehaus-Neubaus auf die andere Straßenseite ergeben sich weder im Raumprogramm noch in der Architektur größere Veränderungen, da der Entwurf nahezu 1:1 umgesetzt wird. Somit entstehen keine wesentlichen Mehrkosten. Auch aus einsatztaktischen Gründen der Feuerwehr spricht nichts gegen den neuen Standort.   Sofern die Politik den neuen Plänen der Verwaltung zustimmt, ist eine veränderte Beschlusslage erforderlich. „Wir gehen davon aus, dass wir dem Rat im April oder Mai die neue Beschlussempfehlung vorlegen können“, sagt Esken. „Das kostet jetzt zwar etwas mehr Zeit, dafür sparen wir aber auch Zeit, weil wir nicht erst das jetzige Gerätehaus abbrechen müssen, bevor wir bauen können.“

Bildquellen: © Wypior Architekten

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