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Archivangelegenheiten

Beschreibung
Das Archiv der Stadtverwaltung Verl, kurz als "Stadtarchiv Verl" bezeichnet, ist das Gedächtnis der Verwaltung. Es verwahrt ihre alten Aufzeichnungen, wie Akten, Protokolle, Fotografien, Karten und Pläne. Die ältesten Stücke stammen aus dem frühen 19. Jahrhundert.

Diese Unterlagen, die von der Verwaltung des früheren Amtes (mit den politischen Gemeinden Verl, Bornholte, Sende, Liemke/Schloß Holte und Österwiehe), seiner Nachfolgerin im Jahr 1970, der Gemeinde Verl, und in Zukunft von der Stadt Verl (ernannt 2010) berichten, erzählen gleichzeitig deren Geschichte und die ihrer Bewohner. So ist das Stadtarchiv auch Gedächtnis der Stadt und ihrer Ortsteile. Es sammelt deshalb ergänzend Material, das nicht aus der Verwaltung stammt. Das können z.B. Festschriften von ortsansässigen Firmen und Vereinen oder die Berichterstattung der hiesigen Tageszeitungen über Verl (seit 1951) sein, aber auch Unterlagen von Menschen, die hier gelebt haben.

In der kleinen Bibliothek des Stadtarchivs finden sich Literatur zur Landes- und Ortsgeschichte sowie Hilfsmittel für die historische Forschungsarbeit.

Bestände
Die Aktenüberlieferung im Stadtarchiv umfasst sechs Bestände:
- Bestand A
Überlieferung der Kantonsverwaltungen Neuenkirchen und Verl 1808-1843
- Bestand B
Überlieferung der Amtsverwaltung Verl 1844-1921
- Bestand C
Überlieferung der Amtsverwaltung Verl 1922-1935
- Bestände D und E
Überlieferung der Amts- und der Gemeindeverwaltung Verl 1936-1985
- Bestand F (im Aufbau)
Überlieferung der Gemeindeverwaltung Verl seit 1970

Zur amtlichen Überlieferung gehören außerdem die älteren Bücher des Standesamtes (ab 1874), die alte Meldekartei des Amtes Verl, Chroniken der Kirchspiele Verl (1819-1848) und Kaunitz (1818-1848) sowie Protokollbücher der Amts- und Gemeindevertretungen (1843-1969) und Schulchroniken. 

Das Stadtarchiv verwahrt neben Lokalseiten der Tageszeitungen kleine Sammlungen von Karten und Plänen, von Ansichtskarten und Fotografien. Hinzu kommen Erwerbungen und Leihgaben zur Familien- und Ortsgeschichte. (Weitere Einzelheiten führt das Kurzporträt des Stadtarchivs in der Broschüre "Geschichte vor Ort" auf, in der sich die zwölf Kommunalarchive im Kreis Gütersloh in Wort und Bild vorstellen.)


Eine ausführliche Übersicht über die Bestände des Stadtarchivs Verl und die Online-Findbücher der drei ältesten Aktenbestände finden Sie auf der Website Archive in NRW (www.archive.nrw.de) des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen (Menüpunkt "Kommunalarchive"). Dort können Sie auch in einer Abschrift der Schulchronik Verl-Sürenheide lesen und in einer tabellarischen Übersicht nach den Toten des Ersten Weltkriegs aus dem Amt Verl forschen. Außerdem stehen auf dieser Seite, entstanden im Rahmen eines Projekts der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unter Federführung des LWL-Archivamts für Westfalen, Digitalisate der Protokollbände der Amtsvertretung Verl 1883-1938/1945-1947 und der Gemeindevertretungen Verl, Bornholte, Sende, Liemke und Österwiehe aus den Jahren 1843-1938/1945-1947 zur Einsicht bereit.

Benutzung
Das Stadtarchiv berät Sie gerne bei orts- oder familiengeschichtlichen Fragen. Die Archivalien stehen - unter Berücksichtigung der gesetzlich festgelegten Schutzfristen -  allen Interessierten zur Einsicht zur Verfügung.
- Allgemeine Schutzfrist:
Zugänglichkeit 30 Jahre nach Schließung der Akten.
- Personenbezogenes Schriftgut:
Zugänglich 10 Jahre nach dem Tod der Betroffenen bzw. 100 Jahre nach ihrer Geburt; sollten diese Daten nicht feststellbar sein: 60 Jahre nach Schließung der Akten.

-Bücher des Standesamtes:

Zugänglich 110 Jahre nach der Geburt bzw. 80 Jahre nach der Heirat bzw. 30 Jahre nach dem Tod der Betroffenen.


Einsichtnahme nach Vereinbarung

(Zimmer 5 im Nebengebäude Paderborner Str. 2

am Dienstag, Mittwochvormittag und Donnerstag)

 

Weitere Medien

Ihr Ansprechpartner bei der Stadt Verl

Annette Huss
Fachbereich Zentrale Dienste
Raum: 5, Paderborner Str. 2
Telefon: 05246 / 961-121
E-Mail: Annette.Huss@verl.de