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Aktuelle Meldung

17. März 2017

Verler Fernwärmenetz wird Teil der KlimaExpo.NRW

Klimaexpo

Seit 2009 treibt die Stadt Verl den Auf- und Ausbau eines Fernwärmenetzes voran, das durch verschiedene Wärmequellen versorgt wird und damit für eine jährliche CO2-Einsparung von 2.700 Tonnen sorgt. Dabei profitiert sowohl die Stadt als auch eine stetig wachsende Zahl privater Kunden von einer effizienten und klimafreundlichen Wärmebereitstellung. Für das Engagement wurde das Projekt jetzt in besonderer Weise honoriert: Wolfgang Jung, Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW, überreichte Bürgermeister Michael Esken die offizielle Urkunde zur Aufnahme in die landesweite Leistungsschau von Vorreitern für eine klimafreundliche Zukunft.  

 

Die KlimaExpo.NRW ist eine ressortübergreifende Initiative der NRW-Landesregierung und versteht sich als Schaufenster der Innovationen. Jährlich werden zwölf Projekte ausgezeichnet, die den Fortschrittsmotor Klimaschutz besonders gut veranschaulichen – vom intelligenten Umgang mit Energie über neue Mobilitätskonzepte bis zur Klimafolgenanpassung. So wird eine „dezentrale Expo“ aufgebaut. Vor allem wolle man zeigen, dass Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit, industrielle Entwicklung und Lebensqualität durchaus in Einklang zu bringen sind, sagte Wolfgang Jung bei der Urkundenübergabe im Biomasseheizwerk. Dafür sei das Verler Fernwärmenetz ein überzeugendes Beispiel. Nach dem Motto „1.000 Schritte in die Zukunft“ will die KlimaExpo bis zum Jahr 2022 insgesamt 1.000 Projekte  auszeichnen – Verl ist Nummer 208. Den symbolischen 208. Schritt machte Bürgermeister Michael Esken, indem er seinen Fußabdruck hinterließ.

 

In Verl sei der Schutz des Klimas nicht nur als Leitbild formuliert, sondern werde in vielen kleinen und großen Maßnahmen und Projekten auch umgesetzt, erläuterte der Bürgermeister. Mit dem Energy Award, dem guten energetischen Stand der städtischen Gebäude, Klimaschutzmanagement, Klimaschutzwoche und Klimaschutz-Ortsgruppe nannte Esken nur einige Beispiele dafür, was in Verl schon alles für den Klimaschutz getan wird. Ein wichtiger Baustein sei dabei natürlich auch das jetzt ausgezeichnete Fernwärmenetz. Die Qualifizierung des Projektes durch die KlimaExpo.NRW sei ein wichtiges Zeichen für die bisherige Klimaschutzarbeit in Verl und bestärke die Stadt darin, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen, so Michael Esken.  

 

Die Idee zu dem Fernwärmenetz war entstanden, als die veralteten Heizungssysteme des städtischen Schulzentrums und angrenzender kirchlicher Liegenschaften durch klimafreundlich erzeugte Wärme ersetzt werden sollten. Inzwischen sind an das Netz auch mehr als 160 private Nutzer angeschlossen, ein weiterer kontinuierlicher Ausbau in den kommenden Jahren ist geplant.  

 

Den Wärmebedarf decken ein Biomasseheizwerk mit einer thermischen Leistung von  2,8 Megawatt sowie drei weitere mit Erdgas betriebene Blockheizkraftwerke (BHKW), deren Strom in kommunalen Einrichtungen direkt genutzt oder bei Überproduktion ins Stromnetz eingespeist wird. Ein weiteres BHKW wird über eine etwa zwei Kilometer lange Gasleitung von einer Biogas-Anlage betrieben, dessen Strom dem öffentlichen Stromnetz zugeführt wird. Die Abwärme der BHKW wird direkt ins Fernwärmenetz eingespeist. „Das Projekt zeigt auf, welches Potenzial der Ausbau der  Fernwärmeversorgung mit sich bringt. Kommunen, Bürgerinnen und Bürger und die Umwelt profitieren auf lange Sicht von den positiven ökonomischen und ökologischen Effekten“, lobte Wolfgang Jung.

 

Im Bild:

Symbolischer Schritt per Fußabdruck: (v. l.) Klimaschutzmanagerin Franziska Monkenbusch, Winfried Egbringhoff (Stadt Verl), Bürgermeister Michael Esken, Frank Senge (Energieagentur Lippe) und Wolfgang Jung (KlimaExpo.NRW).

Bildquellen: Pressestelle der Stadt Verl

Ihr Ansprechpartner bei der Stadt Verl

Franziska Monkenbusch
Fachbereich Hochbau
Raum: 227 (2. OG)
Telefon: 05246 / 961-107
E-Mail: Franziska.Monkenbusch@verl.de
Winfried Egbringhoff
Fachbereich Hochbau
Raum: 207 (2. OG)
Telefon: 05246 / 961-245
E-Mail: Winfried.Egbringhoff@verl.de